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Die Fertigung landwirtschaftlicher Geräte und Zubehörteile für die Bodenbearbeitung
hat in Torgau lange Tradition.
Im Jahre 1906 errichtete die Firma Wilhelm Stoll entlang der Bahnverbindung
Leipzig - Torgau - Cottbus die Produktionseinrichtungen und begann im Oktober
desselben Jahres mit der Fertigung mit ca. 30 Mitarbeitern. Zu Zeiten des Zweiten
Weltkrieges wurden dann hier, bedingt durch die wirtschaftliche und politische Situation,
Rahmen für Flugzeugtragflächen gebaut. Im Jahr 1952 wird dieser Betrieb in Volkseigentum
übernommen und nennt sich von nun an „VEB Landmaschinenbau Torgau“.
Bis 1989 werden primär Schneidwerke für Mähdrescher und Anbaugeräte mit bis
zu 1.460 Mitarbeitern gebaut. 1990 wird der „VEB Landmaschinenbau Torgau“ als
GmbH gegründet und geht in Treuhandverwaltung über. Man baut nach wie vor
Schneidwerke, erweitert aber das Produktionsprogramm um die Stahlbaufertigung
von Kieswerken sowie Fördertechnik. Die Fertigung von Arbeitswerkzeugen in Form
von Zinken und Scharen für die landwirtschaftliche Bodenbearbeitung bleibt stets erhalten.

1994 wird das Unternehmen von einem privaten Investor erworben.
Zu diesem Zeitpunkt hat der Betrieb nur noch ca. 120 Mitarbeiter.
Durch betriebsinterne Faktoren und Fehlentscheidungen trat im Jahr 1996
für das Unternehmen die Insolvenz ein.